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Studie: Arbeitnehmern in Europa fehlt das Vertrauen in staatliches Rentensystem

Untersuchung von Alight Solutions und der Universität von Granada über Einstellung von Arbeitnehmern zur Altersvorsorge in Europa

Mörfelden-Walldorf. Jul 11, 2022 |

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Alight Investor Relations
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Neue Untersuchungen von Alight Solutions, einem führenden cloudbasierten Anbieter integrierter digitaler Human Capital Management- und Unternehmenslösungen, in Zusammenarbeit mit der Universität Granada haben ergeben, dass jeder vierte Arbeitnehmer (27 Prozent) in Europa wenig Vertrauen in seine Rentenvorsorge hat. Darüber hinaus glauben fast zwei Drittel, dass ihre Rente nicht ausreichen und ihr Lebensstandard darunter leiden wird. Diese Ergebnisse basieren auf dem Retirement Perception Index [Rentenwahrnehmungsindex] von Alight, der unter 2.400 Arbeitnehmern verschiedener Branchen aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden durchgeführt wurde.

Der Index gibt Aufschluss über die Wahrnehmung des Ruhestands in der jeweiligen Region und konzentriert sich auf das Vertrauen der Mitarbeiter in das staatliche Rentensystem sowie ihr Interesse an zusätzlicher Unterstützung bei der betrieblichen oder privaten Altersvorsorge. Dieses Thema gewinnt auch zunehmend an Bedeutung und Relevanz, da die Lebenserwartung der europäischen Bevölkerung stetig größer wird. Menschen über 60 Jahre werden bis 2050 voraussichtlich 35 Prozent der Bevölkerung in den entsprechenden Regionen ausmachen.

Vertrauen und Verständnis für staatliches Rentensystem fehlen

Alle Arbeitnehmer möchten sicher sein, dass ihre hart verdienten Rücklagen für sie bereitstehen, wenn sie in den Ruhestand gehen. Doch es glauben nur wenige, dass dies funktioniert. Das mangelnde Vertrauen in die staatliche Rente ist in Italien (38 Prozent) am größten, gefolgt von Deutschland (32 Prozent) und Spanien (30 Prozent), Großbritannien (25 Prozent) und Frankreich (24 Prozent). Den Befragten ist nicht ersichtlich, dass ihnen das derzeitige Rentensystem eine ausreichende Versorgung über die Pflichtbeiträge im Ruhestand ermöglicht. Die niederländischen Arbeitnehmer hingegen haben das größte Vertrauen.

Die Untersuchung ergab jedoch auch, dass die Zuversicht je nach Region, Alter und Geschlecht der Befragten unterschiedlich ausfällt. Boomer (geboren zwischen 1946 und 1964) haben beispielsweise das größte Vertrauen in ihr nationales Rentensystem. Das ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass sie sich kurz vor ihrem Ruhestand befinden. Dagegen ist die Unsicherheit in der Generation Z (geboren nach 1996) viel größer und sie hat sogar das geringste Vertrauen aller Befragten. Bei der Geschlechterverteilung ergeben sich für alle Themen bei Männern höhere Mittelwerte als für Frauen.

Die wichtigsten Ergebnisse für Deutschland:

  • Die Mehrheit glaubt, dass sie im Alter zwischen 60 und 70 Jahren in den Ruhestand gehen können (82,6 Prozent).
  • 9 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass sie erst nach ihrem 70. Lebensjahr in Rente gehen werden. In der Generation Z ist dieser Anteil mit 18,2 Prozent am höchsten. Gefolgt von der Gen Y mit 8,9 Prozent, der Gen X mit 3,2 Prozent und den Boomern mit 3,8 Prozent.
  • 40 Prozent der Deutschen geben an, dass sie keine weiteren Beiträge leisten, die über die in Deutschland vorgeschriebenen Rentenbeiträge hinausgehen. Weitere 28 Prozent der Deutschen investieren freiwillig in eine betriebliche Altersvorsorge. Das sind ganze 7,4 Prozent mehr als diejenigen, die zusätzlich privat vorsorgen.
  • Die Hälfte derjenigen, die nichts zusätzlich für die Rente sparen, gibt an, dass ihre Vergütung für zusätzliche Beiträge nicht ausreicht. Jeder Fünfte kennt sich zudem nicht mit den Finanzprodukten aus, in die er oder sie investieren könnte.

Forderung nach mehr Beratung und zusätzlicher Unterstützung bei der Altersvorsorge

Die Arbeitnehmer in Europa setzen auf ihren Arbeitgeber um Hilfe und Rat für ihre Altersvorsorge zu bekommen. Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer weiß, dass sie zusätzliche Beiträge leisten müssen. Aber sie können es sich entweder nicht leisten oder wissen nicht, wo sie investieren sollen. 53 Prozent der deutschen Befragten gaben an, dass sie für ein Unternehmen arbeiten würden, das ihnen professionelle Beratung bei der Verwaltung ihrer Rentenpläne anbietet.

Am stärksten interessieren sich die Arbeitnehmer in Großbritannien für Beiträge, die vom Arbeitgeber zur Altersvorsorge beigesteuert werden. Außerdem sind sie an einer Beratung zur Verwaltung der Rentenvorsorge interessiert. 47 Prozent der Befragten aus UK erhalten von ihrem Unternehmen bereits zusätzliche Beiträge für ihre Altersvorsorge. Im Gegensatz dazu hat Spanien den niedrigsten Wert für diesen Indikator.

„Unsere Wirtschafts- und Personallandschaften verändern sich ständig. Daher sollten wir für eine moderne Mitarbeitererfahrung alle Bedürfnisse abdecken. Der Altersdurchschnitt in der Bevölkerung wird immer höher, weswegen Arbeitgeber nicht mehr auf einen leistungsorientierten Plan verzichten können, mit dem sie die Rentenversorgung unterstützen. Das hilft den Arbeitnehmern, Zeit und Geld zu sparen, zu investieren und intelligenter zu planen“, sagt Luca Saracino, International Growth Leader bei Alight International. „Unternehmen sollten entsprechende, inklusive Richtlinien entwerfen und aktuelle Informationen sowie clevere Tools bereitstellen. So bieten sie für den Ruhestand ihrer Mitarbeiter Sicherheit und Vertrauen. Diese Initiativen ziehen nicht nur Talente an, sondern stärken auch die Bedeutung der Ruhestandsplanung.“

Methodik der Befragung

Der Alight Rentenwahrnehmungsindex wurde zwischen Februar und März 2022 in Zusammenarbeit mit der Universität Granada durchgeführt. Er misst die Wahrnehmungen von Arbeitnehmern in Bezug auf den Ruhestand in den folgenden Bereichen: Vertrauen in das nationale Rentensystem, aktuelles und zukünftiges Interesse an betrieblicher und privater Altersvorsorge.

Insgesamt nahmen 2.409 europäische Arbeitnehmer an der Studie teil, wobei die Verteilung zwischen Männern und Frauen sowie zwischen den sechs europäischen Ländern nahezu gleich war: Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande.

 

Über Alight Solutions 

Von der Überzeugung geleitet, dass der Erfolg eines Unternehmens mit seinen Mitarbeitern beginnt, bietet Alight Solutions cloudbasierte, integrierte und digitale Human Capital- und Businesslösungen. Alight nutzt proprietäre KI- und Datenanalysen und optimiert Business Process as a Service (BPaaS), um mithilfe seines umfassenden Leistungsportfolios optimale Ergebnisse für Mitarbeiter und Arbeitgeber zu liefern. Alight unterstützt Mitarbeiter in den Bereichen Gesundheit, Vermögen und Arbeit und ermöglicht gleichzeitig globalen Organisationen, eine Hochleistungskultur aufzubauen. Mit über 16.000 engagierte Kollegen betreut das Unternehmen mehr als 30 Millionen Mitarbeiter und Familienmitglieder von Kunden. Erfahren Sie auf alight.com/de, wie wir Unternehmen jeder Größe unterstützen, einschließlich über 70 Prozent der Fortune 100-Firmen.

Über die Universität Granada 

Die Universität Granada ist eine öffentliche Universität in der historischen Stadt Granada, die 35 km von der spektakulären Gebirgskette der Sierra Nevada und 65 km von der tropischen Mittelmeerküste entfernt liegt. Sie wurde im Jahr 1531 von Kaiser Karl V. gegründet und ist aufgrund ihrer historischen Bedeutung eine der bedeutendsten Universitäten in Europa. Die Universität verfügt auch über Standorte in den nordafrikanischen Städten Ceuta und Melilla und ist damit die einzige europäische Universität mit Standorten auf zwei Kontinenten.

Im Shanghai Academic Ranking of World Universities (ARWU), dem renommiertesten und einflussreichsten internationalen Ranking seiner Art, hat die UGR ihre Position in den letzten zehn Jahren kontinuierlich verbessert und ist insgesamt um 200 Plätze gestiegen. Sie nimmt nun ihre höchste Position seit Einführung des ARWU ein und gehört zu den 300 besten Universitäten der Welt (ARWU 2016). Darüber hinaus belegt die UGR im ARWU 2016 den zweiten Platz in Spanien.